{"id":1148,"date":"2019-10-07T09:42:43","date_gmt":"2019-10-07T07:42:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kinderberlin.de\/Blog\/?p=1148"},"modified":"2019-10-14T09:44:40","modified_gmt":"2019-10-14T07:44:40","slug":"die-einschulung-zum-fest-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kinderberlin.de\/Blog\/die-einschulung-zum-fest-machen\/","title":{"rendered":"Die Einschulung zum Fest machen"},"content":{"rendered":"ANZEIGE - <h2>Einschulungsrekord in Berlin<\/h2>\n<p>Es ist mehr als 25 Jahre her, dass derart viele Kinder erstmals die Schulbank dr\u00fccken wollten. Zum Einschulungstag 2018 st\u00fcrmten auf die 400 Grundschulen der Bundeshauptstadt rund 34.000 Erstkl\u00e4ssler ein, 1.500 mehr als im Vorjahr. Diese Kinderschar stellte die Schulleitungen vor organisatorische Probleme, weshalb in einigen Schulen die Anzahl der Begleitpersonen der i-D\u00f6tzchen limitiert werden musste. Darunter waren auch Grundschulen zu finden, in denen derart viele Kinder angemeldet worden, dass die Begr\u00fc\u00dfung der Sch\u00fcler in der Aula ohne Eltern stattfand, denn diese quoll bereits mit den Erstkl\u00e4sslern darin \u00fcber.<\/p>\n<h2>Einschulungsfeiern in ganz Berlin<\/h2>\n<p>Jede Grundschule richtete eine spa\u00dfige Feier f\u00fcr die Neuank\u00f6mmlinge aus. Spiele, Getr\u00e4nke und ein gesunder Imbiss inklusive. Einige Schuldirektoren hatten sich entschlossen, gleich mehrere thematisch aufbereitete Feiern an verschiedenen Orten des Schulgel\u00e4ndes zu organisieren, damit die Schar der Kinder jederzeit \u00fcberschaubar blieb.<\/p>\n<p>Entt\u00e4uscht zeigten sich allerdings einige Familien, in denen auch die Gro\u00dfeltern, Patentanten und Geschwister am gro\u00dfen Tag der Kleinsten teilhaben wollten. Damit die Schule nicht aus allen N\u00e4hten platzt, durften teilweise lediglich zwei Personen die Schulanf\u00e4nger begleiten.<\/p>\n<p>Um dies zu verhindern, wurden andernorts Einschulungen inklusive Feier im Schichtdienst durchgef\u00fchrt. Sprich: es fanden bei der Einschulung gleich zwei oder drei Zeremonien, Ansprachen und Feiern nacheinander, verteilt \u00fcber den gesamten Tag statt, was dem Lehrpersonal einen sehr langen, stressigen Arbeitstag bescherte.<\/p>\n<h2>Berliner Eltern feierten privat<\/h2>\n<p>Insbesondere die Eltern von Erstkl\u00e4sslern, deren Spr\u00f6sslinge nicht ausgiebig feiern oder die gesamte Familie beim ersten Schultag mitnehmen konnten, zeigten Eigeninitiative. So standen in ganz Berlin private Einschulungsfeiern auf dem Programm, teils nur innerhalb der Familie, aber auch zusammen mit den ebenfalls eingeschulten Nachbarskindern in etwas gr\u00f6\u00dferem Rahmen. Und diese Kinderpartys konnten sich sehen lassen!<\/p>\n<h2>Attraktive Partys f\u00fcr Kids zur Einschulung<\/h2>\n<p>In zahlreichen Berliner G\u00e4rten und Gr\u00fcnanlagen vor Wohnsiedlungen konnten Clowns oder Zauberer beobachtet werden, die f\u00fcr beste Stimmung bei der zu unterhaltenden Rasselbande sorgten.<\/p>\n<p>Lustig dekorierte Schult\u00fcten und bunte Luftballons dekorierten meterlange Tische mit den Lieblingsgerichten der Erstkl\u00e4ssler. In einigen Nachbarschaften war die Anzahl der Kinder bei der Erster-Schultag-Party derart gro\u00df, dass sich die Eltern &#8211; <a href=\"https:\/\/openairbar.ch\/der-erste-schultag-aufregender-schritt-in-einen-neuen-lebensabschnitt\/\">professionelle Unterst\u00fctzung<\/a> durch Verleihfirmen f\u00fcr Feiern &#8211; oder Cateringbetriebe holten.<\/p>\n<p>So konnten als Kasper, Hai oder Krokodil verkleidete Barkeeper beobachtet werden, die fachkundig Cocktails f\u00fcr Kids hinter mobilen Bars mixten. Und es wurden kindgerechte Buffets mit gesunden Leckereien aufgebaut, deren fantasievolle Dekoration eigentlich zu schade zum Essen war.<\/p>\n<h2>Die Situation an Berliner Schulen ist generell gut<\/h2>\n<p>Trotz der hohen Zahl von Erstkl\u00e4sslern besteht derzeit generell noch keine akute Raumnot an den Grundschulen Berlins. Allerdings hat das Wachstum der Bundeshauptstadt auch in anderen Klassen zu einer h\u00f6heren Zahl von Sch\u00fclern gef\u00fchrt, die aus anderen Bundesl\u00e4ndern oder aus dem Ausland zugezogen sind. An den allgemeinbildenden Schulen Berlins sind derzeit gut 359.000 Sch\u00fcler registriert, was einem Gesamtzuwachs von etwas mehr als 8.000 gegen\u00fcber 2017 entspricht.<\/p>\n<p>Allerdings: In der Folge kommt es an einigen wenigen Schulen bereits zu kaum mehr vertretbaren Situationen, gef\u00f6rdert auch von der eigentlich guten Schulbauoffensive. Im Rahmen dieses Programms werden insbesondere historische Schulgeb\u00e4ude grundsaniert.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Arbeiten werden die Sch\u00fcler ausgelagert: fast immer in Geb\u00e4ude, die nicht als Schule konzipiert wurden. Eines der eindrucksvollsten Beispiele daf\u00fcr ist in Pankow die Grundschule am Wei\u00dfen See. In den 1920er Jahren errichtet, ist eine umfassende Renovierung notwendig, die teilweise mit dem Umbau von R\u00e4umen verbunden ist. Lehrer und Sch\u00fcler sind in die Falkenberger Stra\u00dfe umgezogen, wo nur unzureichende R\u00e4umlichkeiten zur Verf\u00fcgung stehen und das Platzangebot kaum als ausreichend beschrieben werden kann. In der Folge haben 95 Eltern einzuschulender Kinder einen Antrag auf Schulwechsel gestellt, weil sie ihren i-D\u00f6tzchen diese Situation nicht zumuten wollen.<\/p>\n<h2>Wenn Berlin weiter w\u00e4chst&#8230;<\/h2>\n<p>Sorgenfalten d\u00fcrften die Berliner Schulsenatoren auf der Stirn tragen, denn Prognosen sagen voraus, dass die Bundeshauptstadt weiter wachsen wird. bereits jetzt haben die Bildungs\u00fcberwacher mit Brennpunktschulen und solchen mit einem schlechten Ruf zu k\u00e4mpfen, was in der Regel eine Flut von Schulwechselantr\u00e4gen besorgter Eltern nach sich zieht.<\/p>\n<p>Steigt die Zahl der Sch\u00fcler durch zugezogene Familien in Berlin weiterhin derart rasant, d\u00fcrfte die Liste der problembehafteten Schulen deutlich l\u00e4nger werden. Abhilfe schaffen dann nur noch Schulneubauten, wof\u00fcr aber keine Gelder verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p>Fazit: Noch herrscht an Berliner Schulen kein Alarmzustand<\/p>\n<p>Derzeit ist die Schulsituation noch nicht kritisch und durchaus mit anderen Metropolen Deutschlands vergleichbar. Notwendig ist aber eine vorausschauende Planung, damit zuk\u00fcnftig Einschulungen nicht im Schichtsystem ablaufen m\u00fcssen und die Kinder bereits am ersten Tag den Spa\u00df an ihrer Schule verlieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ANZEIGE &#8211; Einschulungsrekord in Berlin Es ist mehr als 25 Jahre her, dass derart viele Kinder erstmals die Schulbank dr\u00fccken wollten. Zum Einschulungstag 2018 st\u00fcrmten auf die 400 Grundschulen der Bundeshauptstadt rund 34.000 Erstkl\u00e4ssler ein, 1.500 mehr als im Vorjahr. 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